Presseartikel aus dem Stadtspiegel

Lückenschluss A46 sofort

Gespräch mit Ralf Voussem Verkehrspolitischer Sprecher im Landtag NRW mit Vertretern der Unternehmerinitiative A46 sowie Mitgliedern der Wirtschaftsinitiative Nordkreis im Forum der Winner Spedition.

IKZ Artikel vom 1. Februar 2017

 

 

 

 

Bundesminister Müntefering zu Gast bei HJS

29. April 2005

Müntefering: „WIN und Städtenetz beispielhaft“

Im Rahmen des Besuches bei HJS Fahrzeugtechnik GmbH in Menden erkundigte sich Franz Müntefering ganz eingehend über die Wirtschaftsinitiative Nordkreis e. V./WIN und das Städtenetz Balve, Hemer, Iserlohn und Menden. Der Vorsitzende der WIN, Dr. Sigurd Pütter und der Geschäftsführer Franz-Josef Lohmann, sowie Bürgermeister Rudolf Düppe für das Städtenetz trugen die bisherigen Ergebnisse und Zukunftsperspektiven vor:

  • Eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Raumordnung- und Flächennutzungsplanung im Städtenetz
  • REFINA: ein Forschungsprojekt der Ministerin für Bildung und Forschung Bulmahn für eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement zur Entwicklung z. B. eines gemeinsamen Gewerbegebietes im Städtenetz. Das Städtenetz - unterstütz von WIN und den Umwelt- und Naturschutzverbänden, sowie betreut durch die Universität Dortmund - hat einen Förderantrag gestellt. Interessant ist, dass dieses Projekt zeitgleich mit der Konversion des Militärgeländes in Hemer und Sümmern auf den Weg gebracht wird
  • Beachtung der demographischen Entwicklung, d. h. Abnahme der Bevölkerung in der Zukunft bei allen Planungen
  • Hönnetal Pur, ein Leuchtturmprojekt für unser Städtenetz
  • Gemeinsamer Verkehrsentwicklungsplan
  • Gleiche Organisationsformen der Baubetriebshöfe, z. B. einheitliche kaufmännische Leitung
  • Lückenschluss der A46
  • und vieles mehr

Der Parteivorsitzende der SPD fand sehr freundliche und anerkennende Worte für diese beispielgebende Zusammenarbeit von Unternehmern in der WIN und auf der anderen Seite den Rathäusern des Städtenetzes. Er betonte, dass die Städte sich soweit wie möglich selbst helfen müssten. Das Know How der Wirtschaft und Unternehmer könne für die kommunale Politik außerordentlich hilfreich und effizient sein.

Das Kirchturmdenken müsse zumindest für Aufgaben aufgegeben werden, die im Städtenetz kostensparender und gleichwohl anspruchsvoller wahrgenommen werden könnten. Starke Führungspersönlichkeiten und das reibungslose Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Verwaltung seien der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg von Regionen. Diese lokale Vernetzung sei die wichtigste Voraussetzung für ein gutes regionales Investitionsklima.

Franz Müntefering: „Mit WIN und dem Städtenetz sind Sie auf einem sehr guten Weg, machen Sie weiter so.“ Und weiter: „Im Sauerland steckt unglaublich viel Potenzial, nehmen Sie das Beispiel: Ihre Firma HJS!“

Natürlich durfte am Schluss eine Frage nach der sog. „Kapitaldebatte“ nicht fehlen. In sehr sachlicher Form und beinahe freundschaftlichem Ton beteiligten sich alle Anwesenden an dieser Diskussion. Ohne hier indiskret zu werden, kann festgestellt werden, dass der Parteivorsitzende der SPD eine durchaus differenziertere Auffassung vertritt zwischen rigoros börsen- und kapitalgesteuerten Konzernen und deren oft sich zu hoch bezahlten Managern auf der einen Seite und mittelständischen Unternehmen - wie die von WIN - auf der anderen Seite. Diese führen Familienunternehmen z. T. seit mehr als 30 Jahren Seite an Seite mit ihren Betriebsräten und Arbeitnehmern. Alle Beteiligten waren sich einig in der Schlussbeurteilung: „Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen, nicht der Mensch dem Kapital.“

Franz-Josef Lohmann