Der Verkehr im Jahre 2015...

Der Verkehrsplan ist das erste große Gemeinschaftsprojekt im Städtenetz Iserlohn, Hemer, Menden. Im November 2001 wurde der Auftrag erteilt. Nach umfangreichen Verkehrszählungen, Befragungen, Datenauswertungen liegt die Prognose bis 2015 nun vor. Ausgegangen wird von einer Verkehrszunahme von 10%. Der Plan wird für das nächste Jahrzehnt die Argumente für Sinn und Unsinn von Straßen, ÖPNV-Strecken und Radwegen liefern.

Der neue, Gemeindegrenzen überspringende “Generalverkehrsplan” soll den drei Gemeinden Hemer, Iserlohn und Menden als gemeinsame Grundlage für Maßnahmen im Verkehrsbereich für die nächsten 10 bis 15 Jahre dienen. Erarbeitet wurde der Plan durch die IGS Ingenieur- Gesellschaft Stolz. Deren Gutachter Dohmen unterbreitete im Beisein der drei Stadtbaudezernenten Werner Velte (Menden), Peter Friedrich (Hemer) und Dr. Peter Paul Ahrens (Iserlohn) erste Vorschläge, wie denn der Verkehrsmoloch im nördlichen Kreisgebiet am besten gebändigt werden kann.

Für die Gutachter ist der Bau der A46, die nach ihrer Auffassung in erster Linie regionale bzw. überregionale Bedeutung hat und damit auch erhebliche Entlastungswirkungen für das lokale Straßennetz erwarten läßt, von großer Bedeutung

Die Westtangente gehört darin neben dem Weiterbau der A46 zu den Hemeraner Schwerpunkten.

Im Bereich ÖPNV ist die Reaktivierung beziehungsweise der teilweise Neubau einer Schienenverbindung zwischen den drei Städten ein herausragendes Thema. Nachdem in einem früheren Gutachten schon die technische Machbarkeit positiv beurteilt worden war, kommt nun der Verkehrsentwicklungsplan zu dem Ergebnis, dass auch ausreichender Bedarf für eine solche Bahnverbindung vorhanden sei. Zu rechnen sei werktäglich mit bis zu 4000 Fahrgästen. Pferdefuß bleibe aber die Finanzierbarkeit, so Richard Dohmen. Er bekräftigte allerdings Iserlohn in seiner Politik, die Trasse zu sichern. Bis zu einer Realisierung einer Bahnlinie komme ein Radweg durchaus als Übergangslösung in Betracht.